Focus : Förderung journalistischer Rechte und Arbeitsplätze

Im Jahr 2015 hat sich die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) auf ihre gewerkschaftlichen Kernaufgaben konzentriert. So ist es uns gelungen, positive Etappenziele zu erreichen – bei der Förderung journalistischer Rechte und Arbeitsplätze, bei der Entwicklung von Strategien zur Mitgliederwerbung und bei der Durchsetzung von Sicherheitsstandards für Journalisten.

Auf dem Gebiet des Urheberrechts ist es uns gelungen, Rechte für Journalisten im Prozess der Schaffung eines Digitalen Binnenmarktes (Digital Single Market), wie ihn die Europäische Kommission vorantreibt, durchzusetzen. Wir haben uns für eine Stärkung des Urheberrechts durch faire Verträge und Tarifverhandlungen eingesetzt; zwei wichtige Vorgehensweisen, um eine angemessene Honorierung von Journalisten sicherzustellen. Wir haben darauf bestanden, dass sogenannte Intermediäre – wie Inhalteaggregatoren oder Telekommunikationsunternehmen – ihren (finanziellen) Beitrag zur Schaffung von journalistischen Inhalten leisten. Mit zahlreichen Kreativ-Verbänden aus ganz Europa hat die EJF starke Partnerschaften aufgebaut. Die Zusammenarbeit wird im nächsten Jahr weiter vertieft und verbessert, wenn eine gemeinsame Konferenz von Journalisten und anderen Kreativschaffenden am 31. Mai 2016 stattfinden wird.

 

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  23. Dezember 2015   

   EDITORIAL   

Im Jahr 2015 hat sich die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) auf ihre gewerkschaftlichen Kernaufgaben konzentriert. So ist es uns gelungen, positive Etappenziele zu erreichen – bei der Förderung journalistischer Rechte und Arbeitsplätze, bei der Entwicklung von Strategien zur Mitgliederwerbung und bei der Durchsetzung von Sicherheitsstandards für Journalisten.

Auf dem Gebiet des Urheberrechts ist es uns gelungen, Rechte für Journalisten im Prozess der Schaffung eines Digitalen Binnenmarktes (Digital Single Market), wie ihn die Europäische Kommission vorantreibt, durchzusetzen. Wir haben uns für eine Stärkung des Urheberrechts durch faire Verträge und Tarifverhandlungen eingesetzt; zwei wichtige Vorgehensweisen, um eine angemessene Honorierung von Journalisten sicherzustellen. Wir haben darauf bestanden, dass sogenannte Intermediäre – wie Inhalteaggregatoren oder Telekommunikationsunternehmen – ihren (finanziellen) Beitrag zur Schaffung von journalistischen Inhalten leisten. Mit zahlreichen Kreativ-Verbänden aus ganz Europa hat die EJF starke Partnerschaften aufgebaut. Die Zusammenarbeit wird im nächsten Jahr weiter vertieft und verbessert, wenn eine gemeinsame Konferenz von Journalisten und anderen Kreativschaffenden am 31. Mai 2016 stattfinden wird.

Unterdessen bleibt die anhaltenden Medienkrise mit zunehmendem Arbeitsplatzabbau und sich weiter verschlechternden Arbeitsbedingungen die größte Herausforderung für zahlreiche Journalistinnen und Journalisten in Europa. Trotz alledem hat die EJF Programme entwickelt, die sich auf Arbeitsrechtsfragen fokussieren sowie auf den Aufbau von Verbandskapazitäten, um mutige Gewerkschafter zu unterstützen. Dies gilt vor allem für Osteuropa, wo engagierte Gewerkschaftsverantwortliche es riskieren, ihren Job zu verlieren, wenn sie sich für die Rechte von Journalisten einsetzen. Anständige Arbeitsbedingungen sind eine Voraussetzung für Qualitätsjournalismus. Wir werden fortfahren, diese Rechte zu verteidigen.

In einem breiteren Kontext sind wir auch bei Themen aktiv, die die Medienfreiheit bedrohen (könnten): dazu gehören das geplante Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership), die EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (Trade secrets directive)sowie Fragen zu Whistleblowing oder Transparenz. Im Bereich der Medienpolitik propagieren wir weiterhin das Prinzip der Selbstregulierung und die Arbeit von Presseräten, um Freiheit und Ethik in den Medien zu gewährleisten.

In diesem Jahr ist die Sicherheit von Journalisten zu einer steten Quelle der Besorgnis für die EJF geworden. Zu diesem Thema arbeiten wir zusammen mit der Internationalen Journalisten-Föderation (IJF) und setzen selbstverständlich unsere Kampagne zur Freilassung inhaftierter Journalisten fort. Dieser Kampf wird nicht eher enden, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden sind und Journalisten wieder frei und ohne Angst arbeiten können.

Um all dies zu erreichen, sind Mitgliederwerbung und Kapazitätsaufbau das Schlüsselelement zur Schaffung starker Gewerkschaften. Unser Projekt “Rechte und Jobs im Journalismus” (“Rights and Jobs in Journalism”), das von der Europäischen Union unterstützt wird, gab der EJF Mittel an die Hand, um Strukturen und Dienstleistungen unserer Mitgliedsverbände zu stärken und um zugleich die Rechte von Journalisten zu verteidigen.

Unsere Generalversammlung (General Meeting) werden wir 2016 in Sarajevo abhalten; auf dem Balkan, wo Journalisten sich dem Abbau von Arbeitsrechten und einer zunehmenden Gefährdung ihrer Arbeitsplätze gegenübersehen. Wir werden vor Ort sein, um unsere Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen und um die dortigen Standards der Medienfreiheit zu verbessern. In Bosnien und Herzegowina, wie auch sonst auf dem Balkan, müssen die Staaten sich an der EU-Grundrechte-Charta orientieren und deren Bestimmungen einhalten.

Mit einer konzentrierten Agenda werden wir auch im Jahr 2016 dieses Momentum aufnehmen. Ich wünsche Ihnen und Euch allen ein ertragreiches, fruchtbares Jahr !

                                                    
Mogens Blicher Bjerregård
EJF-Präsident

     HIGHTLIGHT     

Slowenien streicht Strafen für Informationsanfragen nach Journalistenprotesten

(14/12/2015) Nach starken Protesten von EJF, dem Slowenischem Journalistenverband, Transparency International (Slowenien) und der Organisation Access Info Europe hat sich die slowenische Koalitionsregierung dazu entschlossen, die problematische Ergänzung von Artikel 24 als Teil des Freedom of Information Act (FoI) aus dem legislativen Prozedere herauszunehmen.

Am 15. Dezember diskutierte das slowenische Parlament zum zweiten Mal das Gesetzesvorhaben zur Informationsfreiheit, das von den Koalitionsparteien SD, SMC und DeSUS in die Beratungen eingebracht worden war. Sie wollten die bisher geübte Praxis von öffentlichen Stellen legalisieren, Personen und Organisationen dafür zu bestrafen, wenn diese Informationsanfragen stellen. Schon vor der Parlamentsdebatte hatte sich die EJF mit einem Brief an die Abgeordneten gewandt und darin gegen den Gesetzeszusatz protestiert sowie dessen Streichung verlangt.

Russland nennt führende russische Freiheitsorganisation ‘Ausländische Agentin’

(02/12/2015) Die EJF kritisierte die jüngste Entscheidung der russischen Regierung die bekannte Medienorganisation Glasnost Defense Foundation (GDF) auf eine Liste des Justizministeriums für sogenannte “Ausländische Agenten” aufzunehmen.

Die Einstufung der GDF als “Auslandsagentin” folgt einer gesetzlichen Regelung von 2012. Gemäß dieses Gesetzes müssen sich russische Nicht-Regierungsorganisationen, die Finanzierungsmittel aus dem Ausland erhalten und die sich in “politischen Aktivitäten” engagieren, als “foreign agent” registrieren.

Journalisten und NGOs sehen sich in den letzten Jahren einem zunehmenden Druck und einer verstärkten Beobachtung durch Regierungsstellen gegenüber. Anfang des Jahres war bereits das Mass Media Defense Centre, das sich auf die juristische Unterstützung von verfolgten Journalisten spezialisiert hat, auf diese Liste gesetzt worden.

Polnische Medienreform will Öffentlichen Rundfunk stärker kontrollieren

(15/12/2015) Die EJF hat ihre Besorgnis über die jüngsten Ankündigungen der neu gewählten polnischen Regierung zum Ausdruck gebracht. Diese will in den nächsten Monaten ein neues Mediengesetz, insbesondere zum Öffentlichen Rundfunk einführen, mit dem Ziel die politische Kontrolle über die Medien des öffentlichen Rundfunks zu verstärken und die Printmedien zu “re-polonisieren”.

Kürzlich kündigte der polnische Kulturminister Piotr Glinski in einem Interview an, dass ein solches Gesetz in den nächsten zwei Monaten verabschiedet werden sollte; damit würden die öffentlich-rechtlichen Medien “transformiert”. Das Gesetzesvorhaben soll den öffentlichen Fernsehsender (TVP), den Radiosender (PR), inklusive 17 regionaler Radioformate, sowie die nationale Presseagentur (PAP) in “nationale Kulturinstitutionen” umwandeln – tatsächlich dann unter der Kontrolle des Kulturministeriums. Die Europäische Rundfunk-Union (European Broadcasting Union, EBU) hat ebenfalls in einem offenen Brief an die polnische Premierministerin Beata Szydło ihre tiefe Besorgnis zum Ausdruck gebracht.

Europäische Politik

  EUROPARAT  

“Schutz der Meinungsfreiheit und Förderung des investigativen Journalismus”

(03/12/2015) Mit seinem Aufruf zum “Schutz der Meinungsfreiheit und der Förderung des investigativen Journalismus” wandte sich EJF-Generalsekretär Ricardo Gutiérrez an die Parlamentarische Versammlung des Europarats (Council of Europe, CoE), deren Medienkommission sich in Paris traf.

Eine erste Anhörung beschäftigte sich mit dem Antrag der georgischen Abgeordneten Chiora Taktakishvili (ALDE), die eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten und investigativen Medien vorschlug, um die Korruption besser zu bekämpfen.

Die zweite Anhörung konzentrierte sich auf einen Resolutionsvorschlag zur Meinungsfreiheit im Internet, den die armenische Abgeordneten Arpine Hovhannisyan (PPE)vorgelegt hatte. Gutiérrez betonte in seiner Rede, dass

“sich kein Wunder ereignen würde” ; vielmehr müssten die Mitgliedsstaaten selbst aktiv werden, um ein entsprechend positives Umfeld zu schaffen, in dem der unabhängige Journalismus aufblühen könne.

   EUROPÄISCHES PARLAMENT   

EJF lobt positive Entwicklung bei Richtlinie zu Geschäftsgeheimnissen; klare Ausnahmeregelung für Journalisten

Die Dreier-Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament, dem Ministerrat und der Europäischen Kommission über den Entwurf einer neuen EU-Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen nähert sich offenbar einem guten Ende. Nach Monaten der intensiven Lobbyarbeit von Medienverbänden (darunter ENPA, EMMA, EBU, Reporter ohne Grenzen und EJF) kam es zu einer Übereinkunft, laut der es für Journalisten eine klare und explizite Ausnahmeregelung geben soll. Dabei soll in der Richtlinie auf den schwammigen Begriff der “legitimen Verwendung” (legitimate use) in Artikel 4(2) verzichtet werden. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis einer Reihe von Treffen mit EU-Parlamentariern, die für den Richtlinienentwurf verantwortlich sind, sowie mit den Repräsentanten diverser Ständiger Vertretungen bei der Europäischen Union – unter anderem von Luxemburg, Frankreich, Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden.

Die aktuell vorliegende Version der Richtlinie muss allerdings noch die Zustimmung des Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten (AstV) finden. Schließlich sollte das Europäische Parlament im Frühjahr 2016 über die Direktive abstimmen. Danach muss die EJF mit ihren Mitgliedsverbänden ein scharfes Auge auf die Umsetzung der neuen europäischen Richtlinie haben, damit diese nicht zu weitere Einschränkungen der Miedenfreiheit führt. Kontakt: renate.schroeder@ifj.org

EU einigt sich auf europaweiten Entwurf für Datenschutzgrundverordnung

In der letzten legislativen Sitzung des Jahres, nach vier Jahren Vorbereitungszeit und nach sechs Monaten der Verhandlungen und des “Trialogs” zwischen Europäischer Kommission, Europäischem Parlament und Ministerrat, gibt es nun endlich ein Ergebnis. Die EJF hat zusammen mit anderen Medienorganisationen hartnäckige Lobbyarbeit für eine gesetzlich verbindliche Ausnahme für journalistische Datenverarbeitung geleistet, vor allem um vertrauliche Quellen zu schützen.

Mitgliedsstaaten müssen gesetzlich das Recht auf den Schutz personenbezogener Daten gemäß dieser Verordnung mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit in Einklang bringen, einschließlich der Verarbeitung personenbezogener Daten für journalistische Zwecke und Zwecke der wissenschaftlichen , künstlerischen oder literarischen Tätigkeit.

Auch hier muss die EJF mit ihren Mitgliedsverbänden ein scharfes Auge auf die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung haben, damit diese nicht zu Einschränkungen der Medienfreiheit und des Quellenschutzes führen.

Einen fairen Digitalen Binnenmarkt herstellen : Unabhängigkeit von Medienregulierern

Image : Independence of Media Regulators(07/12/2015) Am 7. Dezember fand eine Diskussion zur Revision der Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMSD) statt. Gastgeber war das Europäische Parlament vertreten durch die deutsche Europaabgeordnete Sabine Verheyen. In der Debatte ging es vor allem um die wichtige Rolle von unabhängigen Medienregulierern, um Medienvielfalt und darum, die unabhängige Berichterstattung zu schützen ist. Teilnehmer verwiesen darauf, dass die aktuelle EU-Gesetzgebung weit von einer effektiven Garantie für die Medienunabhängigkeit entfernt sei, da Mitgliedsstaaten nicht verpflichtet wären, spezifische Maßnahmen in diesem Bereich umzusetzen. Lorena Boix Alonso, Leiterin „Converging Media and Content“ der Generaldirektion Connect der Europäischen Kommission, stellte ausgewählte Ergebnisse einer jüngst durchgeführten Anhörung vor. Diese machten deutlich, wie wichtig Maßnahmen zur Absicherung unabhängiger Medienregulierer in Mitgliedsstaaten sind. Die Ergebnisse der öffentlichen Anhörung zeigten, das über 60% der eingegangenen Antworten explizit auf eine unverzichtbare Maßnahme verwiesen; die EU müsse konkrete Vorgaben an Mitgliedsländer machen, um die Unabhängigkeit von Medienregulierungsorganisationen sicherzustellen..

  EUROPÄISCHE KOMMISSION

EU Kommission legt Pläne zur Reform des Copyrights vor

09/12/2015) Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur Überarbeitung der gegenwärtigen EU Copyright-Gesetzgebung vorgelegt und dabei ihren Aktionsplan für die nächsten Jahre im Bereich Copyright, Urheberrechte und angrenzende Themenbereiche präzisiert. Unter anderem hebt die Mitteilung der Kommission die besondere Notwendigkeit einer fairen Honorierung von Autoren und darstellenden Künstlern hervor; diese “könnten besonders von den bestehenden Unterschieden hinsichtlich der Verhandlungsmacht betroffen sein, wenn es um Fragen der Lizensierung oder Rechteübertragung gehe.” Das gelte auch für die aktuell üblichen Praktiken und Mechanismen, auf die in diesem Zusammenhang verwiesen wird: bestimmte unfaire Vertragsbedingungen, unangemessene Honorierung, unveräußerliche Autorenrechte, Tarifverhandlungen sowie die Frage von Verwertungsgesellschaften.

 Nicht verpassen! EJF Workshops 

Tarifverhandlungen für alle, in Ljubljana

Im Rahmen des zweijährigen Projekts “Rechte und Jobs im Journalismus” (Rights and Jobs in Journalism) wird die EJF zusammen mit dem slowenischen Mitgliedsverband (Slovenian Association of Journalists) einen Workshop organisieren. Motto: “Tarifverhandlungen und freie Journalisten: Tarifverträge für alle!”

Der Workshop findet am 17. und 18. März in Ljubljana statt und konzentriert sich auf die Erfordernisse, freie Journalisten (freelances) besser durch tarifliche Vereinbarungen abzusichern. Da die Relevanz einer (fairen) Zusammenarbeit zwischen freien und festangestellten Journalisten weiter deutlich zunimmt, sollen Mitgliedsverbände ihre eigenen Erfahrungen und Erfolge auf diesem Gebiet vorstellen. Gefragt sind Best Practice-Beispiele von Kampagnen oder anderen Aktivitäten, die eine Zusammenarbeit zwischen festen und freien Kolleginnen und Kollegen verbessert oder gefördert haben. Esther Lynch (European Trade Union Congress, ETUC), der Arbeitsrechtsexperte John Hendy und die deutsche Europaparlamentarierin Jutta Steinruck werden als Referenten an dem Workshop teilnehmen.

Eine Registrierung ist für alle EJF-Mitgliedsverbände offen. Sollten Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte online vor dem 29. Januar 2016 an.

Projektmanagement für Gewerkschaften, in Zagreb

Zusammen mit dem European Trade Union Institute (ETUI) organisiert die EJF einen viertägigen Workshop zum Projektmanagement vom 23.-26. Februar 2016 in Zagreb, Kroatien. Zu dem Workshop lädt der dortige Mitgliedsverband, Croatia Journalists’ Association /Croatian Union of Journalists ein.

Der Workshop richtet sich an Projektmanager oder andere Praktiker aus dem Verbands- und Gewerkschaftsumfeld, die EU-finanzierte Projekte akquirieren, steuern oder umsetzen (wollen). Übergreifendes Ziel ist es, diese Experten weiter zu qualifizieren und ihre Talente und Fähigkeiten im Bereich Projektmanagement/ Projektentwicklung zu unterstützten oder zu verbessern.

Zur Registrierung füllen Sie das Anmeldeformular aus und schicken es bitte vor Anmeldeschluss an Nathalie de Vits ndevits@etui.org.

 30. und 31. Mai 2016, in Brüssel 

EFJ Authors’ Rights workshop & Creators’ Conference

Auf dem Höhepunkt der Debatte um den Gemeinsamen Digitalen Binnenmarkt (Digital Single Market) in der EU wird die EJF zusammen mit dem Autorenverband (European Writers’ Council, EWC), der Föderation der Filmregisseure (Federation of European Film Director, FERA) und dem Verband der Drehbuchautoren (Federation of Screenwriters of Europe (FSE) eine gemeinsame Konferenz organisieren, um ein Schlaglicht auf die Herausforderungen zu werfen, denen sich europäische Autoren und Journalisten gegenübersehen. Hierzu werden hochrangige Referenten aus dem EU-Politikbereich sowie bekannte Autoren eingeladen.

Im Anschluss an diese Konferenz will die EJF einen weiteren Workshop als Teil des zweijährigen ”Projekts Rights and Jobs in Journalism” durchführen; dabei sollen die höchst unfairen Vertragsbedingungen, denen sich Journalisten gegenüber sehen, analysiert werden. Außerdem sollen Wege diskutiert werden, wie eine angemessene Honorierung und der Schutz von Urheberrechten besser gewährleistet werden kann.

EJF-Mitgliedsverbände werden rechtzeitig zu beiden Veranstaltungen eingeladen. Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung werden im Januar 2016 bekannt gegeben.

  TÜRKEI  

Die EU-Krise sollte nicht zur Nachlässigkeit gegenüber der türkischen Verantwortung führen

(15/12/2015) Europe darf nicht zur Situation der Medienfreiheit in der Türkei schweigen. Das ist die Kernbotschaft, die die EJF zusammen mit den Organisationen Committee to Protect Journalists (CPJ) und Reporter ohne Grenzen (ROG) bei einer Lunch Time-Diskussion im Brüsseler Presseclub verkündete. Im Zentrum der Debatte standen die EU-Beziehungen zur Türkei.

Die Redner kritisierten EU-Politiker und –Institutionen scharf, da diese es versäumt hätten, beherzte Aktionen angesichts der zahlreichen Verletzungen der Medienfreiheit in der Türkei in die Wege zu leiten. Jean-Paul Marthoz (CPJ) sagte, es habe den Anschein, dass die EU sich ihr Schweigen zur aktuell offenkundigen Verschlechterung der Lage in der Türkei habe abkaufen lassen; dies sei der Preis dafür, dass sich die Türkei gegen die ”Flüchtlingswelle” stemme. Die EJF wurde durch Mehmet Koksal vertreten. Er stellte auch die Digital-Plattform des Europarats vor, auf der deutlich würde, dass die Türkei die Nummer 1 bei der Verletzung von Medien- und Meinungsfreiheit in Europa sei. Ein trauriger Rekord angesichts von 47 Mitgliedsnationen.

Türkische Behörden wollen Angriff auf dänischen Journalisten untersuche

(04/12/2015) Die EJF und die Dänische Journalistengewerkschaft (DJ) haben die Angriffe auf den dänischen Journalisten Nagieb Khaja am 2. Dezember verurteilt. Khaja wurde von türkischen Grenzpolizisten angegriffen und verletzt, als er die Grenze nach Syrien überqueren wollte, um über die Flüchtlingskrise zu berichten.

Die EJF hat einen Bericht über die gewaltsame Verletzung der Medienfreiheit auf der digitalen Plattform des Europarats eingestellt; von der Türkei wird verlangt, sich zu entschuldigen. Außerdem soll der Fall genau untersucht werden. Im Anschluss an den veröffentlichten Report hat sich die Türkei nun bereit erklärt, eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durchzuführen. Der Europarat (Council of Europe) hat die Plattform geschaffen, um den Schutz und die Sicherheit von Journalisten zu verbessern.

Petition zur Freilassung inhaftierter türkischer Journalisten

Medienfreiheit in der Türkei – am Tiefpunkt angelangt?

Finnland : Freienverband feiert zehnjähriges Bestehen

(09/12/2015) Der finnische Freienverband (Finnish freelance association), der Teil der Finnischen Journalistengewerkschaft (Suomen Journalistiliitto) ist, organisierte das “FREE10seminar” und diskutierte dabei die Möglichkeiten der neuen Medien sowie die Zukunft des journalistischen Berufs. Gefeiert wurde das zehnjährige Bestehen des Freienverbandes.

Serbische Verteidigungsminister wegen sexistischer Bemerkung entlassen

(06/12/2015) Der serbische Premierminister Aleksandar Vucic kündigte die Entlassung von Verteidigungsminister Bratislav Gasic an. Anlass war eine beleidigende Äußerung, die Gasic bei einer Konferenz am 6. Dezember gegenüber einer Journalistin des Senders B92 Television fallen liess. Der Ex-Minister ärgerte sich darüber, dass die Journalistin sich vor ihm hingekniet hatte, um nicht den Kameras im Weg zu stehen, die ihn anlässlich eines Fabrikbesuchs im Fokus hatten. Gasic kommentierte dies unangemessen: “Ich mag Journalistinnen, die so einfach vor mir niederknien.”

 Bitte um Teilnahme 

Erfahrungsaustausch: Wie läuft Mitgliederwerbung in Ihrem Verband?

Die EJF hat eine kurze Umfrage vorbereitet und möchte damit aktuelle Informationen von seinen Mitgliedsverbänden sammeln und aufbereiten; Themen sind: (neue) Ansätze der Mitgliederwerbung, Entwicklung von Serviceleistungen für Mitglieder sowie die gewerkschaftliche Organisation junger Journalisten. Bislang haben schon 19 Mitglieder an der Umfrage teilgenommen. Falls Sie noch nicht geantwortet haben, klicken Sie bitte HIER ! Die kurze Umfrage dauert bloss fünf Minuten. Die Ergebnisse werden zusammengefasst, analysiert und in einem kleinen Handbuch zu Best Practice in der Mitgliederwerbung zusammengestellt. Diese Aktivität ist auch Teil des übergeordneten EJF-Projekts “Rights and Jobs in Journalism” .

 EJF-Generalversammlung 2016 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina 

Der EJF-Mitgliedsverband Bosnia Herzegovina Journalists’ Association (BHN), wird als Gastgeber die EJF-Generalversammlung (General Meeting) am 25. und 26. April 2016 in Sarajevo organisieren. EJF-Mitglieder können sich bereits jetzt und bis zum 10. März 2016 registrieren. Alle organisatorischen Informationen zur Jahresversammlung werden auf der EJF-Website veröffentlicht. Kontaktieren Sie uns gern für weitere Fragen.

KALENDER



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HERAUSGEBER
Ricardo Gutiérrez
REDAKTION
Yuk Lan Wong, Renate Schroeder
Übersetzung : Andreas K. Bittner
Beiträge
Mehmet Koksal, Hélène Brédart