Deutsche Journalistengewerkschaften solidarisch mit polnischen Journalisten

Der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju)  in ver.di erklären sich solidarisch mit den polnischen Journalisten, die an der Berichterstattung aus dem Warschauer Parlament gehindert werden sollen.

„Die drastischen Einschränkungen der Berichterstattung aus dem polnischen Parlament sind mit den Grundsätzen einer freien und demokratischen Presse nicht vereinbar“, sagte der  DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall.  Der DJV unterstütze deshalb die Bemühungen der Europäischen Journalisten-Föderation (EFJ), die Restriktionen gegen Journalisten abzuwehren.

“Dies ist nach dem Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein neuerlicher Angriff auf die Pressefreiheit, der die Arbeit der Medien in einer ihrer grundlegenden Aufgaben untergräbt, nämlich in ihrer Kontrollfunktion gegenüber den Machthabern“, kritisierte dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß.

Nach Informationen des DJV sollen nur noch rund 20 Journalistinnen und Journalisten Zutritt zum polnischen Parlament Sejm bekommen. Fotos und Filmaufnahmen aus dem Plenarsaal sollen grundsätzlich verboten werden.

Die Berichterstatter sollen sich nur in einem Arbeitsraum für die Presse aufhalten und auf den Fluren des Parlaments keine Interviews mit Politikern mehr führen dürfen.

Der DJV und dju begrüssen die Proteste vom Wochenende gegen die Einschränkungen der Pressefreiheit in Polen.

https://dju.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++c678ed32-c5ed-11e6-a252-525400ed87ba

https://www.djv.de/startseite/profil/der-djv/pressebereich-download/pressemitteilungen/detail/article/einschraenkungen-zuruecknehmen.html

Foto (c):  Wojtek Radwanski / AFP.