{"id":2085,"date":"2015-07-22T08:26:17","date_gmt":"2015-07-22T08:26:17","guid":{"rendered":"http:\/\/europeanjournalists.org\/de\/?p=2085"},"modified":"2015-07-22T08:28:18","modified_gmt":"2015-07-22T08:28:18","slug":"geschaftsgeheimnis-versus-pressefreiheit-geplante-eu-richtlinie-konnte-journalisten-schaden-gesprach-mit-europaabgeordnetem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/2015\/07\/22\/geschaftsgeheimnis-versus-pressefreiheit-geplante-eu-richtlinie-konnte-journalisten-schaden-gesprach-mit-europaabgeordnetem\/","title":{"rendered":"Gesch\u00e4ftsgeheimnis versus Pressefreiheit Geplante EU-Richtlinie k\u00f6nnte Journalisten schaden \u2013 Gespr\u00e4ch mit Europaabgeordnetem"},"content":{"rendered":"<p>W\u00fcrzburg, 20.07.2015<\/p>\n<p>Bayerischer Journalisten-Verband<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EFJ) ist besorgt \u00fcber die geplante \u201eTrade secret directive\u201c, die Richtlinie zum Schutz von Gesch\u00e4ftsgeheimnissen. In einem Gespr\u00e4ch mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU) \u00e4u\u00dferten auch DJV-Vertreter ihre Bedenken zu dieser Richtlinie. Der DJV bef\u00fcrchtet, dass der vorliegende neue Formulierungsvorschlag bei seiner Umsetzung in nationales Recht eine Gefahr f\u00fcr Grunds\u00e4tze der Pressefreiheit darstellen und die Informationsbeschaffung erschweren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>\u00dcber das Thema \u201eTrade secret directive\u201c diskutierten der stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Michael Anger und Rainer Reichert, der Vorsitzende des Fachausschusses Europa, mit Markus Ferber, dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden f\u00fcr Wirtschaft und W\u00e4hrung im Europ\u00e4ischen Parlament.<\/p>\n<p><strong>Auslegungssache \u201elegitimes Interesse\u201c<\/strong><br \/>\nDer DJV wies darauf hin, dass zwar die Formulierung in ihrer Form entsch\u00e4rft worden sei, aber auch die aktuelle Gestaltung die Gefahr in sich berge, dass unz\u00e4hlige F\u00e4lle vor dem Richter landen, der dann nachtr\u00e4glich entscheiden muss, ob die Ver\u00f6ffentlichung im \u201elegitimen Interesse\u201c seien. Ferber zeigte sich offen f\u00fcr die Bef\u00fcrchtungen des Verbandes: \u201eIch bin auch nicht gl\u00fccklich \u00fcber die Formulierung\u201c, betonte der Europa-Abgeordnete.<\/p>\n<p>Weil mit dem unbestimmten Rechtsbegriff des \u201elegitimen Interesses\u201c auch die Schere im Kopf der Journalisten die Gefahr berge, dass dann eben im Zweifel nicht recherchiert werde, m\u00fcsse man sich um eine Formulierung bem\u00fchen, die Rechtsstreitigkeiten ausschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Angelika Cronauer<\/p>\n<p>Foto: Angelika Cronauer<br \/>\n<em>Rainer Reichert (Zweiter von links) und Michael Anger (rechts) \u00fcbergaben dem MdE Markus Ferber ein Papier des EJF zur \u201eTrade secret directive\u201c (ganz links: MdL Oliver J\u00f6rg)<\/em><\/p>\n<p>http:\/\/www.bjv.de\/news\/geschaeftsgeheimnis-versus-pressefreiheit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00fcrzburg, 20.07.2015 Bayerischer Journalisten-Verband Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EFJ) ist besorgt \u00fcber die geplante \u201eTrade secret directive\u201c, die Richtlinie zum Schutz von Gesch\u00e4ftsgeheimnissen. 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