{"id":2128,"date":"2015-08-25T10:11:23","date_gmt":"2015-08-25T10:11:23","guid":{"rendered":"http:\/\/europeanjournalists.org\/de\/?p=2128"},"modified":"2015-08-25T10:13:11","modified_gmt":"2015-08-25T10:13:11","slug":"ejf-tritt-carta-di-roma-bei-europaische-journalistenfoderation-kein-platz-fur-hassreden-in-den-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/2015\/08\/25\/ejf-tritt-carta-di-roma-bei-europaische-journalistenfoderation-kein-platz-fur-hassreden-in-den-medien\/","title":{"rendered":"EJF tritt &#8222;Carta di Roma&#8220; bei: Kein Platz f\u00fcr Hassreden in den Medien"},"content":{"rendered":"<p>ver.di Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union<\/p>\n<p>Ob Fl\u00fcchtlinge in Deutschland, ob Roma in Italien, die Hassreden in sozialen Medien werden immer mehr. Die italienische Tageszeitung \u201eLa Stampa\u201c hat deshalb am 9. August in ihren Leserkommentaren alle rassistischen \u00c4u\u00dferungen gel\u00f6scht. Der Tagesthemen-Kommentar von Anja Reschke (NDR) gegen Hassprediger am 5. August hat gro\u00dfe Resonanz erzeugt. Um die entschlossene journalistische Gegenwehr gegen solche Hassreden zu unterst\u00fctzen, ist die Europ\u00e4ische Journalistenf\u00f6deration (EJF) jetzt der Initiative \u201eCarta di Roma\u201c beigetreten.<\/p>\n<p>Die EJF, zu der auch die dju in ver.di geh\u00f6rt, unterst\u00fctzt damit eine Bewegung, die offiziell im Dezember 2011 in Italien entstanden ist, aber schon auf einem Kodex des \u201eConsiglio Nazionale dell\u2019Ordine dei Giornalisti\u201c (CNOG), also des Rats der italienischen Journalisten, sowie der  \u201eFederazione Nazionale della Stampa Italiana\u201c (FNSI) vom Juni 2008 beruht. Die Mitglieder dieser Organisationen haben sich darin zu einer korrekten Berichterstattung \u00fcber Einwanderung und Fl\u00fcchtlinge verpflichtet.<\/p>\n<p>Die EJF will mit diesem Beitritt ihre Mitglieder in ganz Europa dazu aufrufen, sich der Gefahr der Diskriminierung in der Berichterstattung bei Migrationsfragen bewusst zu sein. \u201eJournalisten sollten sich trauen, Hassreden \u00f6ffentlich zu bek\u00e4mpfen. Sie haben die ethische Verpflichtung, rassistische und diskriminierende Botschaften und Kommentare, die zu Hass, Gewalt oder Verfolgung anderer Menschen aufrufen, deutlich entgegenzutreten\u201c, sagt Ricardo Guti\u00e9rrez, Generalsekret\u00e4r der EJF.<\/p>\n<p>Neben dem Kommentar von Anja Reschke, die sagte, dass \u201eHassprediger verstehen m\u00fcssen, dass die Gesellschaft ihr Verhalten nicht toleriert\u201c, und der Redaktion der Tageszeitung \u201eLa Stampa\u201c, die ihren Lesern die L\u00f6schung mit deutlicher Begr\u00fcndung  mitteilte, zitiert die EJF auch den belgischen Journalisten Julien Vlassenbroek. Der Fernsehreporter hatte dazu aufgerufen, der ausufernden Fremdenfeindlichkeit entgegenzutreten, die sich auf Facebook nach seinem Bericht \u00fcber Fl\u00fcchtlinge in Belgien breitgemacht hatte. Vlassenbroek schrieb dazu: \u201eEs ist entmutigend, solch eine riesige Zahl von Kommentaren voller Hass und Unwissen zu sehen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Guti\u00e9rrez von der EJF sind diese drei Beispiele offener Stellungnahme von gro\u00dfer Bedeutung: \u201eJournalisten d\u00fcrfen nicht passiv bleiben, wenn sie mit Hassreden und Ignoranz konfrontiert werden, sonst machen sie sich zu Mitverantwortlichen. Sie haben die Verantwortung, rassistischen Botschaften und Vorurteilen mit Fakten zu kontern. Medien haben das Recht, Ma\u00dfnahmen gegen Hasskommentare auf ihren Seiten zu ergreifen.\u201c Auch wenn die Meinungsfreiheit von der Europ\u00e4ischen Konvention der Menschenrechte auch bei aggressiven und schockierenden Kommentaren gegeben sei, handele es sich hier nicht wirklich um ein Problem der Meinungsfreiheit. \u201eIn diesem Fall geht es um die berufliche Ethik der Journalisten und der Medien.\u201c<\/p>\n<p>http:\/\/dju.verdi.de\/ueber-uns\/nachrichten\/++co++fd8166e6-452a-11e5-9423-525400248a66<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ver.di Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union Ob Fl\u00fcchtlinge in Deutschland, ob Roma in Italien, die Hassreden in sozialen Medien werden immer mehr. Die italienische Tageszeitung \u201eLa Stampa\u201c hat deshalb am 9. August in ihren Leserkommentaren alle rassistischen \u00c4u\u00dferungen gel\u00f6scht. Der Tagesthemen-Kommentar von Anja Reschke (NDR) gegen Hassprediger am 5. 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