{"id":2332,"date":"2018-02-13T11:08:30","date_gmt":"2018-02-13T11:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/europeanjournalists.org\/de\/?p=2332"},"modified":"2018-02-13T11:08:30","modified_gmt":"2018-02-13T11:08:30","slug":"schweizer-bundesverwaltungsgericht-gewaehrt-tuerkischer-journalistin-asyl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/2018\/02\/13\/schweizer-bundesverwaltungsgericht-gewaehrt-tuerkischer-journalistin-asyl\/","title":{"rendered":"Schweizer Bundesverwaltungsgericht gew\u00e4hrt t\u00fcrkischer Journalistin Asyl"},"content":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EJF) begr\u00fc\u00dft das Urteil des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts bez\u00fcglich des Asylgesuchs der t\u00fcrkischen Journalistin H. E. Aufgrund politischer Verfolgung verlie\u00df sie am 3. Januar 2018 ihr Heimatland und gelangte auf dem Luftweg zun\u00e4chst nach Tiflis (Georgien) und kurz darauf nach\u00a0S\u00e3o Paulo (Brasilien), von wo aus sie am 14. Januar 2018 zum Flughafen Z\u00fcrich reiste. Bei der Flughafenpolizei beantragte sie am 16. Januar 2018 Asyl in der Schweiz. Noch am selben Tag verweigerte das\u00a0Staatssekretariat (SEM) ihr die Einreise in die Schweiz und verwies sie sich vorl\u00e4ufig im Transitbereichs des Flughafens Z\u00fcrich aufzuhalten.<\/p>\n<p>Am 19. Januar befragte das SEM die Kurdin mit\u00a0t\u00fcrkischer Staatsangeh\u00f6rigkeit zu ihrem Asylgesuch. Sie\u00a0arbeitete zun\u00e4chst als Praktikantin und sp\u00e4ter als Korrespondentin bei einer unabh\u00e4ngigen, kurdischen Agentur bis diese 2016 vom Staat geschlossen wurde. Bis zu ihrer Ausreise arbeitete sie als Freelancerin f\u00fcr eine Zeitung, eine Nachrichtenagentur und verschiedene Medienstellen. Aufgrund\u00a0ihrer journalistischen Arbeit wurde sie 2009 festgenommen. Nachdem sie vier Tage in Polizeigewahrsam gefoltert worden sei, verbrachte sie anschlie\u00dfend zwei Jahre und drei Monate in Untersuchungshaft. Nach ihrer Freilassung wurde das Verfahren gegen sie weitergef\u00fchrt. Schlie\u00dflich wurde sie 2017 vom t\u00fcrkischen Kassationsgericht zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt. Nachdem sie im Dezember 2017 zur Fahndung ausgeschrieben wurde, entschloss sie sich zur Ausreise.<\/p>\n<p>Das SEM wies ihren Asylantrag am 23. Januar 2018 ab, worauf sie diesen Entscheid mithilfe ihres Rechtsanwalts beim Schweizer Bundesverwaltungsgerichts anfocht. Laut ihres Anwalts half die Intervention per Brief von der EJF ihr Asyl zu erm\u00f6glichen. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht gew\u00e4hrte ihr am 8. Februar 2018 Asyl.<\/p>\n<p><em>Credit Photo: Logo des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EJF) begr\u00fc\u00dft das Urteil des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts bez\u00fcglich des Asylgesuchs der t\u00fcrkischen Journalistin H. E. Aufgrund politischer Verfolgung verlie\u00df sie am 3. Januar 2018 ihr Heimatland und gelangte auf dem Luftweg zun\u00e4chst nach Tiflis (Georgien) und kurz darauf nach\u00a0S\u00e3o Paulo (Brasilien), von wo aus sie am 14. Januar 2018 zum Flughafen Z\u00fcrich reiste. Bei der Flughafenpolizei beantragte sie am 16. Januar 2018 Asyl in der Schweiz. Noch am selben Tag verweigerte das\u00a0Staatssekretariat (SEM) ihr die Einreise in die Schweiz und verwies sie sich vorl\u00e4ufig im Transitbereichs des Flughafens Z\u00fcrich aufzuhalten. Am 19. 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