{"id":2697,"date":"2021-03-10T10:07:17","date_gmt":"2021-03-10T10:07:17","guid":{"rendered":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/?p=2697"},"modified":"2021-03-10T11:38:26","modified_gmt":"2021-03-10T11:38:26","slug":"equal-pay-day-2021-forderung-nach-zusaetzlich-allgemeinverbindlichen-branchentarifvertraegen-in-eu-laendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/2021\/03\/10\/equal-pay-day-2021-forderung-nach-zusaetzlich-allgemeinverbindlichen-branchentarifvertraegen-in-eu-laendern\/","title":{"rendered":"Equal Pay Day 2021: EFJ fordert verbindliche Tarifvertr\u00e4ge, um gleiches Entgelt zu gew\u00e4hrleisten"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400\">Die <strong>Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration<\/strong> (EFJ) begr\u00fc\u00dft die Initiative der EU-Kommission zu mehr Gehaltsgerechtigkeit bei den Geschlechtern anl\u00e4sslich des heutigen Equal Pay Day. Der Tag f\u00fcr Entgeltgleichheit steht f\u00fcr den Tag, bis zu dem Frauen im Vergleich zu M\u00e4nnern sozusagen umsonst arbeiten. Daf\u00fcr gibt es in <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/info\/policies\/justice-and-fundamental-rights\/gender-equality\/equal-pay\/equal-pay-day_en\">verschiedenen L\u00e4ndern<\/a> einen eigenen Equal Pay Day. In Deutschland trifft dies 2021 den 10. M\u00e4rz.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">\u201eEs ist einfach nicht hinnehmbar, dass bei nur drei EU-Staaten die Bezahlung von Frauen zu ihren m\u00e4nnlichen Kollegen bei unter f\u00fcnf Prozent liegt, w\u00e4hrend in anderen L\u00e4ndern wie Deutschland, \u00d6sterreich oder Estland noch Gehaltsunterschiede von 19 bis 21 Prozent der Fall sind,\u201c erkl\u00e4rt <strong>Andrea Roth<\/strong>, Vorsitzende der Labour Rights Expert Group (LAREG) in der EFJ.<\/span><\/p>\n<p>In Deutschland liegt diese Lohnl\u00fccke bei etwa 18%. <strong>Hendrik Z\u00f6rner<\/strong> vom Deutschen Journalisten-Verband (DJV) <a href=\"https:\/\/www.djv.de\/startseite\/service\/blogs-und-intranet\/djv-blog\/detail\/news-gleiche-bezahlung-sofort\">sagte<\/a> dazu: &#8222;Umso wichtiger ist es, dass sich Frauen gewerkschaftlich organisieren, dass sie f\u00fcr ihre Rechte und f\u00fcr gleiche Bezahlung k\u00e4mpfen.&#8220; Denn in Tarfivertr\u00e4gen gebe es keine ungleiche Bezahlung.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">69 Tage haben Frauen umsonst gearbeitet! Um das Einkommen zu erzielen, das M\u00e4nner bereits zum Jahresende hatten, m\u00fcssen Frauen bis zum heutigen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/EqualPayDay?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#EqualPayDay<\/a> arbeiten. Diese Diskriminierung muss aufh\u00f6ren: Tarifvertr\u00e4ge sch\u00fctzen! Mehr erfahren: <a href=\"https:\/\/t.co\/KzxMEljpyV\">https:\/\/t.co\/KzxMEljpyV<\/a> <a href=\"https:\/\/t.co\/xzpn80KXR9\">pic.twitter.com\/xzpn80KXR9<\/a><\/p>\n<p>&mdash; ver.di (@_verdi) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_verdi\/status\/1369569227246612482?ref_src=twsrc%5Etfw\">March 10, 2021<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die Initiative von <strong>V\u011bra Jourov\u00e1<\/strong>, Vizekommissionspr\u00e4sidentin und zugleich EU-Kommissarin f\u00fcr Werte und Transparenz geht in die richtige Richtung, finden die LAREG-Gewerkschaftsmitglieder. So sollen Firmen mit mehr als 250 MitarbeiterInnen solche Unterschiede k\u00fcnftig j\u00e4hrlich im Internet offenlegen und der<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">Anspruch auf Schadenersatz soll unbegrenzt ausgeweitet werden, wenn die Frauen<\/span> <span style=\"font-weight: 400\">benachteiligt wurden. Gute Beispiele f\u00fcr ein solches Vorgehen sind etwa Frankreich und die Schweiz, wo das \u201enaming\u201c und \u201eshaming\u201c per Gesetz umgesetzt wurden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die EFJ fordert au\u00dferdem, dass die gleiche Bezahlung f\u00fcr JournalistInnen und MedienvertreterInnen auch l\u00e4nderweit konform sein muss. Es soll keine unterschiedliche Bezahlung mehr f\u00fcr die gleiche Medienarbeit auf dem Land oder in der Stadt geben. Dies betrifft sowohl Frauen als auch M\u00e4nner. Oft liegt das an fehlenden landesweiten Tarifvertr\u00e4gen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Die EFJ beobachtet europaweit eine Tarifflucht vieler Medienunternehmen oder gar die fehlende Bereitschaft zum Abschluss solcher Tarifvertr\u00e4ge. Deshalb m\u00fcsse eine europaweite Direktive her, die Branchentarifvertr\u00e4ge vorschreibt und die EU-L\u00e4nder sollen solche Tarifvertr\u00e4ge f\u00fcr die jeweilige Branche dann als allgemeinverbindlich erkl\u00e4ren.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EFJ) begr\u00fc\u00dft die Initiative der EU-Kommission zu mehr Gehaltsgerechtigkeit bei den Geschlechtern anl\u00e4sslich des heutigen Equal Pay Day. Der Tag f\u00fcr Entgeltgleichheit steht f\u00fcr den Tag, bis zu dem Frauen im Vergleich zu M\u00e4nnern sozusagen umsonst arbeiten. Daf\u00fcr gibt es in verschiedenen L\u00e4ndern einen eigenen Equal Pay Day. In Deutschland trifft dies 2021 den 10. M\u00e4rz.\u00a0 \u201eEs ist einfach nicht hinnehmbar, dass bei nur drei EU-Staaten die Bezahlung von Frauen zu ihren m\u00e4nnlichen Kollegen bei unter f\u00fcnf Prozent liegt, w\u00e4hrend in anderen L\u00e4ndern wie Deutschland, \u00d6sterreich oder Estland noch Gehaltsunterschiede von 19 bis 21 Prozent der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":2699,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2697","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2697"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2697\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2706,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2697\/revisions\/2706"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}