{"id":2718,"date":"2021-03-25T10:30:58","date_gmt":"2021-03-25T10:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/?p=2718"},"modified":"2021-03-25T10:30:58","modified_gmt":"2021-03-25T10:30:58","slug":"wir-bitten-die-abgeordneten-des-ep-gegen-annahme-der-verordnung-terroristischer-online-inhalte-zu-stimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/2021\/03\/25\/wir-bitten-die-abgeordneten-des-ep-gegen-annahme-der-verordnung-terroristischer-online-inhalte-zu-stimmen\/","title":{"rendered":"Wir bitten die Abgeordneten des EP gegen Annahme der Verordnung terroristischer Online-Inhalte zu stimmen"},"content":{"rendered":"<p>Die <strong>Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration<\/strong> (EJF) hat sich heute mit 60 weiteren Journalistenverb\u00e4nden, Menschenrechtsorganisationen und Forschungsinstituten zusammengetan, um die Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments aufzufordern, den Gesetzesvorschlag zur Verordnung <span style=\"font-weight: 400\">zur Bek\u00e4mpfung der Verbreitung von terroristischen Online-Inhalten<\/span>\u00a0abzulehnen. Dieser Gesetzesvorschlag wird am 28. April 2021 im Europ\u00e4ischen Parlament diskutiert.<\/p>\n<p>In einem am 24. M\u00e4rz versendeten <a href=\"https:\/\/europeanjournalists.org\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/this-letter.pdf\">Brief<\/a> betonte die Koalition, dass die Annahme dieser Verordnung einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall bez\u00fcglich Meinungsfreiheit sowie k\u00fcnftiger Rechtsvorschriften zur Regulierung des digitalen Marktes schaffen w\u00fcrde. Gemeinsam mit anderen Medienorganisationen hat sich die EJF w\u00e4hrend des gesamten Prozesses f\u00fcr eine klare Ausnahme von Journalist:innen eingesetzt, <a href=\"https:\/\/europeanjournalists.org\/blog\/2020\/10\/13\/media-and-journalists-request-journalists-exemption-in-draft-terrorist-content-online-regulation\/\">siehe hier<\/a>.<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-weight: 400\">Seit 2018 warnen wir vor den in diesem Gesetzesvorschlag enthaltenen schwerwiegenden Bedrohungen f\u00fcr die Grundrechte und -freiheiten, insbesondere f\u00fcr die\u00a0 Meinungs- und Redefreiheit, den freien Zugang zu Informationen, das Recht auf Privatsph\u00e4re und die Rechtsstaatlichkeit. <\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: 400\">Auch nach l\u00e4ngeren Debatten und den Trilogverhandlungen zwischen dem Europ\u00e4ischen Parlament und dem Rat der Europ\u00e4ischen Union enth\u00e4lt der endg\u00fcltige Text des Verordnungsvorschlags immer noch gef\u00e4hrliche Ma\u00dfnahmen, die im Endeffekt den Schutz der Grundrechte in der EU schw\u00e4chen werden, darunter:\u00a0<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>Der Vorschlag motiviert Online-Plattformen nach wie vor, automatisierte Tools,\u00a0 wie z.B. Upload-Filter, zur Moderation von Inhalten zu verwenden.<\/li>\n<li>Es bestehen gravierende M\u00e4ngel bei der unabh\u00e4ngigen gerichtlichen Kontrolle.<\/li>\n<li>Die Mitgliedsstaaten werden ohne jegliche Kontrolle grenz\u00fcberschreitende\u00a0 Entfernungsanordnungen ausstellen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Brief lesen Sie\u00a0<a href=\"https:\/\/europeanjournalists.org\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2021\/03\/MEP_TERREG_Letter_DE.pdf\">hier<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Europ\u00e4ische Journalisten F\u00f6deration (EJF) hat sich heute mit 60 weiteren Journalistenverb\u00e4nden, Menschenrechtsorganisationen und Forschungsinstituten zusammengetan, um die Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments aufzufordern, den Gesetzesvorschlag zur Verordnung zur Bek\u00e4mpfung der Verbreitung von terroristischen Online-Inhalten\u00a0abzulehnen. Dieser Gesetzesvorschlag wird am 28. April 2021 im Europ\u00e4ischen Parlament diskutiert. In einem am 24. M\u00e4rz versendeten Brief betonte die Koalition, dass die Annahme dieser Verordnung einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall bez\u00fcglich Meinungsfreiheit sowie k\u00fcnftiger Rechtsvorschriften zur Regulierung des digitalen Marktes schaffen w\u00fcrde. Gemeinsam mit anderen Medienorganisationen hat sich die EJF w\u00e4hrend des gesamten Prozesses f\u00fcr eine klare Ausnahme von Journalist:innen eingesetzt, siehe hier. 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