„Kampf für den Journalismus“

DJU in ver.di und der DJV unterstützten die von der Europäischen Journalistenföderation (EFJ) verabschiedete Position zu künstlicher Intelligenzuneingeschränkt. KI verändert die redaktionelle Arbeit rasant. Sie übersetzt, unterstützt bei der Sichtung komplexer Texte, dient als Brainstorming-Partner. Und genau dafür kann sie ein wertvolles Werkzeug sein. Gleichzeitig ist sie in der Lage, rasend schnell Falschinformationen zu skalieren, Stimmen zu marginalisieren oder Medienpluralität auszuhöhlen. Die Frage lautet deshalb nicht „ob“ KI im Journalismus stattfindet, sondern unter welchen Bedingungen. Für die EFJ und unsere nationalen Mitgliedsorganisationen sind diese klar: Menschliche Kontrolle bleibt unverzichtbar. KI darf nicht Inhalte erzeugen, die ungeprüft durch Redaktionen rauschen. Urheberrechte sind keine Restposten…

Verstösse, Angriffe und Einschränkungen der Medienfreiheit in Europa

Die Europäische Journalisten Föderation (EJF) hat, in Zusammenarbeit mit Index on Censorship und Reporters Without Borders,  eine neue Methode für einen crowd-sourced Zugang veröffentlicht, um alle Verstösse, Angriffe und Einschränkungen der Medienfreiheit  in Europa aufzuführen. Der online Newsletter unter der Adresse bit.ly/mappingmediafreedom1  erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Verstösse auf einfache Weise melden können und  zeigt Ihnen die notwendigen Hilfsmittel/Werkzeuge für Lobbying.

Geschäftsgeheimnis versus Pressefreiheit Geplante EU-Richtlinie könnte Journalisten schaden – Gespräch mit Europaabgeordnetem

Würzburg, 20.07.2015 Bayerischer Journalisten-Verband Die Europäische Journalisten Föderation (EFJ) ist besorgt über die geplante „Trade secret directive“, die Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen. In einem Gespräch mit dem Europaabgeordneten Markus Ferber (CSU) äußerten auch DJV-Vertreter ihre Bedenken zu dieser Richtlinie. Der DJV befürchtet, dass der vorliegende neue Formulierungsvorschlag bei seiner Umsetzung in nationales Recht eine Gefahr für Grundsätze der Pressefreiheit darstellen und die Informationsbeschaffung erschweren könnte. Über das Thema „Trade secret directive“ diskutierten der stellvertretende DJV-Bundesvorsitzende Michael Anger und Rainer Reichert, der Vorsitzende des Fachausschusses Europa, mit Markus Ferber, dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden für Wirtschaft und Währung im Europäischen Parlament. Auslegungssache…

Die Panoramafreiheit nicht einzuschränken

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat zusammen mit der Europäischen Journalisten-Föderation (EFJ) an das Europaparlament appelliert, die Panoramafreiheit nicht einzuschränken. Anlass ist die Abstimmung des Parlaments am morgigen 9. Juli über den Bericht über die Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie 2001/29. Darin heißt es unter Punkt 46: „Das Parlament vertritt die Auffassung, dass die gewerbliche Nutzung von Fotografien, Videomaterial oder anderen Abbildungen von Werken, die dauerhaft an physischen öffentlichen Orten platziert sind, immer an die vorherige Einwilligung der Urheber oder sonstigen Bevollmächtigten geknüpft sein sollte.“ „Dieser Passus gefährdet die Arbeit der Fotografen und Medien in Europa“, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Für die Pressefotografen…

Medienverbände und -unternehmen sagen Nein zur Vorratsdatenspeicherung

Berlin, 11.06.2015 – Verbände, inklusive EJF Mitgliedsorganisationen aus Deutschland, der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di,  und Unternehmen der Medienbranche erteilen der Wiedereinführung der in „Höchstspeicherpflicht“ umbenannten Vorratsdatenspeicherung eine klare Absage. Am Vortag der ersten Lesung des Gesetzes zur Einführung einer Speicherpflicht und einer Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten im Bundestag fordern sie die Bundesregierung und die Regierungsfraktionen dazu auf, die Pläne zur Neuauflage einer Vorratsdatenspeicherung, die den für Journalisten unverzichtbaren Informanten- und Quellenschutz aushebelt, nicht weiterzuverfolgen. Die vorgesehene Speicherung von Telefonnummer, IP-Adressen und Standortdaten für die Dauer von bis zu zehn Wochen untergräbt den Schutz der Informanten,…

Protest gegen Massenentlassungen bei Ringier Axel Springer Media AG in Serbien

Die Ringier Axel Springer Media AG hat in Serbien mehr als 30 JournalistInnen entlassen. Weder wurden den Betroffenen Auffangmassnahmen angeboten noch wurde das Personal informiert, geschweige denn die Gewerkschaften konsultiert. syndicom schliesst sich dem Protest des europäischen JournalistInnenverbands EJF und der beiden serbischen Schwestergewerkschaften an und lanciert einen Appell an die Verlage. Das in Osteuropa tätige Medienunternehmen Ringier Axel Springer Media AG wird seit bald fünf Jahren als Joint Venture zwischen dem Schweizer Verlag Ringier und dem deutschen Verlag Axel Springer von Zürich aus geleitet. syndicom kritisiert die Entlassung der Festangestellten und ständigen Mitarbeitenden in Serbien und zieht Parallelen zu…

EU-Geheimnisschutz : Klarheit gefordert

Der Deutsche Journalisten-Verband hat die EU-Kommission aufgefordert, die Interessen von Journalisten und deren Informanten in der geplanten Richtlinie zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen deutlicher zu berücksichtigen. Nach Angaben der Europäischen Journalisten-Föderation plant die EU-Kommission eine einheitliche Regelung zum Schutz von Firmengeheimnissen. Deren Verrat soll europaweit schärfer sanktioniert werden. Ausnahmen sieht ein entsprechender Richtlinienentwurf nur in Fällen von „rechtmäßigem“ Handeln der Medien, zum Schutz eines „legitimen Interesses“ oder in Sonderfällen bei Vorliegen eines „öffentlichen Interesses“ vor. „Das kann in der Praxis dazu führen, dass Redaktionen vor der Veröffentlichung ein solches Interesse oder ihre geplanten Beiträge zur Meinungsbildung gerichtsfest überprüfen müssen“, warnte DJV-Bundesvorsitzender…

EU-Richtlinie zu Geschäftsgeheimnissen gefährdet Presse- und Meinungsfreiheit

Berlin, 08.06.2015 – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Journalistinnen- und Journalistenunion (dju), der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII), LobbyControl, die Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche, das Whistleblower-Netzwerk und das gemeinnützige Recherchebüro CORRECT!V erklären: Das Gesetzgebungsverfahren zur EU-Richtlinie „über den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Geschäftsinformation (Geschäftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung“ gefährdet in erheblichem Umfang die Meinungs- und Pressefreiheit. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Arbeit von Journalisten und den Schutz von Whistleblowern. Die Generaldirektion Binnenmarkt der Europäischen Kommission hat unter Beteiligung der Akteure aus der Wirtschaft den Entwurf zur Richtlinie ausgearbeitet, ohne die Journalistenverbände und…

Österreich: Journalisten-KV: Gewerkschaft (GPA-djp)fordert Fair Play von den Arbeitgebern

In der ersten Verhandlungsrunde um einen Kollektivvertragsabschluss für bei österreichischen Tages- und Wochenzeitungen und deren Nebenausgaben sowie bei redaktionellen digitalen Angeboten angestellten RedakteurInnen, RedakteursaspirantInnen und DienstnehmerInnen des technischen-redaktionellen Dienstens sowie der freien MitarbeiterInnen konnte am 8. April keine Einigung mit dem VÖZ erreicht werden, berichtet der Vorsitzende des Wirtschaftsbereiches Medien – Journalistengewerkschaft in der Gewerkschaft, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Franz C. Bauer: „Über den positiven Weg, den wir mit der Einigung auf den neuen Kollektivvertrag im Vorjahr beschritten haben, hat sich ein Schatten gelegt. Wir waren uns beim Abschluss darin einig, das Augenmerk in der nächsten Verhandlungsrunde auf die freien…

Will Europa mehr für Freie tun?

von Michael Hirschler, Referent für Freie, Bildjournalisten, Deutscher Journalisten-Verband, Mitglied der EJF Freien Expertengruppe siehe: http://www.djv.de/startseite/service/news-kalender/freien-news/detail/article/will-europa-mehr-fuer-freie-tun.html Journalisten arbeiten unter schwierigen Arbeitsbedingungen. Zeitungen, die sich in tariflose Kleinunternehmen aufteilen, Online-Abteilungen mit weniger Rechten als die Print-Beschäftigten, immer mehr Freie ohne ausreichende Bezahlung: Der Europa-Abgeordneten Jutta Steinruck sind die Probleme der Medienwelt aus eigener Anschauung gut bekannt. Blätter wie die „Rheinpfalz“ und die „Rhein-Zeitung“ haben sie als SPD-Politikerin aus Rheinland-Pfalz immer begleitet, genau wie die Anliegen der Mitarbeiter dieser Tageszeitungen. Gute Voraussetzungen für ein Gespräch über die Situation der Freien und darüber, was Europa für diese Berufsgruppe besser machen kann. Renate Schroeder…

EJF Solidaritätsbekundung zur Protestaktion der Deutschen Welle

Die Europäischen Journalisten Föderation (EJF), die Journalisten und Journalistinnen in 39 Ländern in Europa vertritt, unterstützt die Mitarbeiter der Deutschen Welle heute in ihrer Protestaktion gegen Unterfinanzierung und Sparpläne der Deutschen Welle. Überall in Europa wird an der falschen Stelle gespart und Medienpluralismus, Demokratie und die Vielfalt sind in Gefahr. Wir bekunden unsere volle Solidarität mit den Mitarbeitern der DW und unterstützen die heutige Protestaktion der Initiative des „Gewerkschaftlichen Aktionskreises DW”, bei dem unsere Mitgliedsorganisationen in Deutschland DJV und dju in ver.di mitmachen: • Für eine aufgabengerechte Finanzierung der DW und gegen weiteren Personalabbau; • Für den Erhalt der Sprachenvielfalt…