Europäische Journalisten Föderation

Schweizer Bundesverwaltungsgericht gewährt türkischer Journalistin Asyl

Die Europäische Journalisten Föderation (EJF) begrüßt das Urteil des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts bezüglich des Asylgesuchs der türkischen Journalistin H. E. Aufgrund politischer Verfolgung verließ sie am 3. Januar 2018 ihr Heimatland und gelangte auf dem Luftweg zunächst nach Tiflis (Georgien) und kurz darauf nach São Paulo (Brasilien), von wo aus sie am 14. Januar 2018 zum Flughafen Zürich reiste. Bei der Flughafenpolizei beantragte sie am 16. Januar 2018 Asyl in der Schweiz. Noch am selben Tag verweigerte das Staatssekretariat (SEM) ihr die Einreise in die Schweiz und verwies sie sich vorläufig im Transitbereichs des Flughafens Zürich aufzuhalten. Am 19. Januar befragte das SEM…

Europäisches Parlament beunruhigt über inhaftierten Journalisten Deniz Yücel

Während der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments (5.-8.2.2018) in Straßburg, stimmten Abgeordnete des Europäischen Parlaments über eine Resolution bezüglich der aktuellen Situation der Menschenrechte in der Türkei ab. Die Europäische Journalisten Föderation (EJF) begrüßt die Bezugnahme zum Schicksal inhaftierter Journalisten, in den Einzelfällen von Deniz Yücel, Ayla Albayrak, Mehment Altan, Sahin Alpay und Ahment Sik, sowie eine Bezugnahme zur Anklage der Unterzeichner der Petition „Academics for Peace“, zum Missbrauch des Ausnahmezustands um andere Meinungen zum Schweigen zu bringen, und zur abschreckenden Wirkung des Drucks, der auf Nutzer von sozialen Medien ausgeübt wird, die Kritik gegenüber der Militäroperation in Afrin übten. Der…

Journalisten der Schweizer Nachrichtenagentur streiken aufgrund von Stellenkürzungen

Die Schweizer Mitgliedsorganisationen der Europäischen Journalisten Föderation (EJF), Impressum und Syndicom, haben zur Unterstützung für Angestellte der Schweizer Nachrichtenagentur SDA-ATS aufgerufen, die seit dem 29. Januar 2018 streiken. Die Europäische Journalisten Föderation äußert Solidarität mit den JournalistInnen und Angestellten, die   von den SDA-ATS Stellenkürzungen betroffen sind. Die Nachrichtenagentur begann ihren Streik um 14 Uhr am Dienstagnachmittag, der über die geplante Zeit von 14-17 Uhr  am 29. Januar hinausging und weiterhin andauert. Die Angestellten streiken nachdem die Agentur am 9. Januar 2018 ankündigte, dass bis zu 40 von insgesamt 180 Angestellte in Gefahr sind ihre Stelle zu verlieren, aufgrund von Druck auf die…

EJF General-Sekretär Ricardo Gutièrrez über „Fake News“: „Repression ist nicht die Lösung“

Veröffentlicht am Montag, 29. Januar 2018 um 10:09 Interview: Diego Velazquez (Brüssel) Medienexperte Ricardo Gutierrez hält ein Fake-News-Verbot für kontraproduktiv Herr Gutierrez, worüber sprechen wir eigentlich, wenn von „Fake News“ die Rede ist? Ich bin kein Freund dieses allgemeinen Begriffs, der hauptsächlich von Politikern verwendet wird, um Medien und Journalisten zu diskreditieren. Dafür spreche ich lieber von Fehlinformationen, die sich von verifizierten und zuverlässigen Informationen unterscheiden, die Journalisten produzieren. Die Hauptformen dieser Desinformation, die bekämpft werden müssen, sind einerseits die von einigen Staaten verbreitete Propaganda mit dem Ziel der politischen Destabilisierung und andererseits Kampagnen, die dazu dienen, die öffentliche Debatte…

BJV-Besuch in Rom: Ähnliche Probleme bei italienischen Journalisten

Arbeitsplatzabbau bei allen Medien, prekäre Bezahlung von freien Journalisten und außertariflichen Angestellten und manche Gesetzespraxis ist in beiden Ländern mit den Prinzipien der Pressefreiheit nicht in Einklang zu bringen. Das ist das Resümee eines Meinungsaustausches zwischen dem italienischen Journalisten-Verband FNSI und BJV-Vertretern im Anschluss an die Eröffnung der Ausstellung Pressefoto Bayern 2016 im Goethe Institut Rom. Bedrohungen durch die Mafia In Italien arbeiten 15.000 Kolleginnen und Kollegen im Tarif, aber 14.000 in prekären Verhältnissen, berichtete FNSI-Geschäftsführer Raffaele Lorusso. Seine Gewerkschaft plant unter anderem eine große Demonstration vor dem Parlament in Rom um gegen geplante Einschränkungen bei der Justizberichterstattung zu protestieren und…

Europas Gewerkschaften in Offensive für die Freien

von Michael Hirschler, Deutscher Journalisten-Verband, hir@djv.de Die polnische Regierung hat im Rest von Europa eigentlich keinen so guten Ruf, weil sie unabhängige Medien und auch die Justiz unter Druck setzt. Doch bei der Sozialpolitik hat sie dem Rest von Europa wohl einen Schritt voraus: seit dem 1. Januar 2017 gibt es dort den gesetzlichen Mindestlohn für Selbständige und diejenigen, die mit freiem Dienstvertrag tätig sind. Mindestlohn für Freie? Davon träumen viele der Selbständigen im Rest von Europa und selbst diejenigen in wirtschaftlich starken Ländern wie Deutschland. Denn Menschen, die ohne offizielles Arbeitsverhältnis beschäftigt werden, werden bei den Themen faire Bezahlung…

EJF Jahresversammlung: Investigative Medien wichtiger denn je

Von Wolfgang Mayer, dju in ver.di. Mogens Blicher Bjerregård, Präsident der Europäischen Journalisten-Föderation (EJF), ließ auf der Jahrestagung der EJF in Bukarest keinen Zweifel aufkommen: Investigativer Journalismus ist trotz der „kritischen Zeiten“ für den Berufsstand wichtiger denn je – auch wenn Politiker auf Konfrontationskurs mit den Medien gehen, und derzeit 60 Kolleginnen und Kollegen in Europa wegen ihrer Dienste für die Gesellschaft in Gefängnissen sitzen. Patrick Penninckx, der Leiter der Abteilung zur Informationsgesellschaft beim Europarat, stellte fest: In 28 der 47 Länder Europas sind Journalistinnen und Journalisten nicht hinreichend vor Gewalt geschützt. Allzu oft würden Gesetze gegen den Terrorismus dazu…

UN-Menschenrechtsrat: Erklärung der 70 NGOs zur kontinuierlichen Verschlechterung der Medienfreiheit in der Türkei

Die Europäische Journalisten Föderation (EJF) schloss sich der mündlichen Erklärung, die heute (15/03/2017) von PEN International im UN-Menschenrechtsrat in Genf abgegeben wurde, an. In dieser Erklärung wurde verlangt alle wegen der Ausübung ihrer Rechte auf Meinungs- und Redefreiheit im Gefängnis gehalteten Menschen unverzüglich freizustellen und die Strafverfolgungen und Inhaftierung von Journalisten zu beenden, die nur auf der Grundlage ihrer journalistischen redaktionellen Arbeit oder angeblichen Zugehörigkeiten basieren. Die vollständige Erklärung sagt: JOINT ORAL STATEMENT ON THE DETERIORATION OF FREEDOM OF EXPRESSION AND MEDIA FREEDOM IN TURKEY UN Human Rights Council 34th Special Session Item 4: Human rights situations that require the…

Gratulation zum Willy-Brandt-Preis für die TGS

Gratulation zum Willy-Brandt-Preis für die TGS – dju in ver.di versichert den Kollegen ihre Solidarität Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di , Mitglied der EJF gratuliert der türkischen Journalistengewerkschaft Türkiye Gazeteciler Sendikasi (TGS) zu ihrer Auszeichnung mit dem Willy-Brandt-Sonderpreis für besonderen politischen Mut. Die dju hat der TGS anlässlich eines Treffens im Vorfeld der Preisverleihung am 23. Januar ihre Solidarität zugesichert. „Die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei erlebt gerade eine ihrer dunkelsten Zeiten“, schätzt TGS-Präsident Gökhan Durmus gegenüber „M“ die aktuelle Lage der Journalist_innen in der Türkei ein. „TGS hält dem politischen Druck stand, setzt sich über…

Frankreich, Voix du Nord: Journalisten appellieren an Solidarität #TouchePasAMaVoix

Die Europäische Journalisten-Föderation (EJF) und ihre Internationale Schwesterorganisation (IJF) rufen ihre Mitgliedsverbände zu einer übergewerkschaftlichen Solidaritätsaktion auf. Protestiert werden soll gegen den Abbau von 178 Arbeitsplätzen – das sind rund ein Viertel der Jobs bei der regionalen französischen Tageszeitung „La Voix du Nord“ (VDN) mit Sitz in Lille. Eine große Protestversammlung ist für Mittwoch den 18. Januar (14 Uhr) auf der Grand Place in Lille geplant. EJF und IJF appellieren an die europäische Journalistengemeinschaft, dem Twitter-Account @VDNenLutte und dem Facebook-Profil VDNenLutte zu folgen und die Öffentlichkeit über die sich anbahnenden sozialen Konflikte zu informieren. Am vergangenen Samstag gab es auf…

Trotz getöteter Journalisten: Kritischer Journalismus in Russland ist nicht tot!

 Stellvertretende BJV-Vorsitzende Hilde Stadler über die Medientagung in Moskau der EJF, in Zusammenarbeit mit der Russian Union of Journalists und (finanzieller) Unterstütztung  der Europäischen Union siehe http://www.bjv.de/news/trotz-getoeteter-journalisten-kritischer-journalismus-russland-nicht-tot Moskau/München, 20.12.2016 Mitten aus dem Leben gerissen, weil sie Missstände aufgedeckt hatten, zu kritisch und unbeugsam waren: 360 Journalisten sind in Russland seit 1990 ums Leben gekommen, oft unter ungeklärten Umständen und ohne dass die Täter verurteilt wurden. Es wurde still im „Dom Journalistow“ (Haus der Journalisten) in Moskau, als die Teilnehmer der Internationalen Medienkonferenz ihrer getöteten KollegInnen gedachten. Deren Porträts waren als Fotogalerie ausgestellt. Darunter auch Anna Politkovskaya, Investigativreporterin der Tageszeitung Novaya…

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